Jahrestagung Kleinwasserkraft

Politiker:innen und Medien haben ein neues Lieblingsthema: Der Ausbau der erneuerbaren Energien. Ein Thema, das auch (Achtung Wortspiel) Wasser auf die Mühlen von engagierten Betreiber:innen von Kleinwasserkraftwerken gießt. Der Verein Kleinwasserkraft hat dazu letzte Woche Donnerstag im Rahmen seiner Jahrestagung im Ferry Porsche Center in Zell am See eine interessante Podiumsdiskussion initiiert. Nach einer interessanten Keynote von Prof. Dr. Reinhard Steurer (BOKU), der viele Maßnahmen als Scheinklimaschutz enthüllte, wurde das Thema von unserem Partner Berthold Lindner mit LAbg Josef Scheinast (Grüne Salzburg), Dr. Paul Ablinger (Geschäftsführer Kleinwasserkraft Österreich), LAbg KR Mag. Hans Scharfetter (ÖVP Salzburg) und Landesumweltanwältin Gishild Schaufler unter der Moderation von @Stefan Veigl diskutiert (Energate berichtete).

Die Teilnehmer:innen der Podiumsdiskussion (von links): Steurer, Wagner, Ablinger, Lindner, Scheinast, Schaufler, Scharfetter, Veigl

Am Freitag widmete sich Berthold Lindner dann einem der großen Knackpunkte beim Ausbau der erneuerbaren Energien: Behördenverfahren – Chance oder Hindernis? Ein äußerst kontroversielles Thema, wobei die Analyse zuerst die mangelnde Kommunikation zwischen Behörden und Projektwerber:innen als Problem erkannt.

Nach einer Darstellung der Aufgaben des Verfahrens, wurden aber zahlreiche Probleme aus der Praxis angesprochen. Oft werden im Verfahren seitens der Behörden Forderungen erhoben, die weit über den Gegenstand des Verfahrens hinausgehen. Antragsteller:innen wird eine wissenschaftliche Grundlagenforschung auferlegt, die für das Verfahren oft gar nicht notwendig ist.

Live-Berichterstattung vom Vortrag auch auf Instagram

Letztlich wurde von Lindner jedoch nicht nur Kritik geübt, sondern auch konstruktive Lösungsvorschläge dargestellt.

Ein Verfahren kann nur gelingen, wenn alle daran Beteiligten wie Zahnräder zusammenwirken und gemeinsam an einer Lösung arbeiten“

Berthold Lindner

Behördenvertreter:innen und Kraftwerksbetreiber:innen verfolgten die Ausführungen. Es bleibt zu hoffen, dass bei künftigen Verfahren die eine oder andere Anregung übernommen wird.

Nur wenn alle zusammenarbeiten, ist eine Lösung möglich

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